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	<title>Schmecks!</title>
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		<title>Schmecks!</title>
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		<title>Sünder an den Pranger</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 15:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schmecks</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenbeleidigung]]></category>
		<category><![CDATA[elektronischer Pranger]]></category>

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		<description><![CDATA[An den elektronischen Pranger gestellt hat die griechische Regierung ihre Steuersünder: Mit vollem Namen samt der geschuldeten Summe. Wenn das bei uns in Österreich passiert wäre? Hätte es in so einem Fall Klagen wegen Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung gehagelt? Zur Erinnerung: Eine Pensionistin wusste sich nicht mehr anders zu helfen, um doch noch zu ihrem Recht [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=190&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An den elektronischen Pranger gestellt hat die griechische Regierung ihre Steuersünder: Mit vollem Namen samt der geschuldeten Summe. Wenn das bei uns in Österreich passiert wäre? Hätte es in so einem Fall Klagen wegen Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung gehagelt?</p>
<p>Zur Erinnerung: Eine Pensionistin wusste sich nicht mehr anders zu helfen, um doch noch zu ihrem Recht zu kommen und stellte den skandalösen Fall, in den sie verwickelt war, ins Netz. Verbunden mit der Bitte an den Täter, es sich noch einmal zu überlegen und eine letzte Spur von Anstand zu zeigen. Es hätte ja sein können, dass es ihm gar nicht zum Bewusstsein gekommen ist, dass er eine mittellose, alte Frau in den finanziellen Ruin getrieben hat.</p>
<p>Ergebnis der Aktion: Der Sünder lief zum Anwalt und klagte auf Ehrenbeleidigung. Und er hat recht gekriegt. Jetzt darf die Betrogene als Draufgabe zu ihrem Schaden noch 2.500 Euro Strafe zahlen. So hoch ist das Honorar für den tüchtigen gegnerischen Anwalt.</p>
<p>Begründung: Durch die Veröffentlichung im Internet &#8211; auch ohne Namensnennung! &#8211; sei dem &#8222;armen Opfer&#8220; ein wirtschaftlicher Schaden entstanden. Könnte es etwa sein, dass andere Leute durch eine solche Publikation im Internet gewarnt worden seien? Hände weg, das ist ein linker Agent?</p>
<p>Eine Tageszeitung hat einen Teil der  Geschichte aufgegriffen &#8211; und die hat keiner geklagt!  Wer Macht hat, der darf. Ein kleines Würschtel bleibt über. Bei einem Nobody kann man einfach ein Exempel statuieren. </p>
<p>Wo käme man denn da hin, wenn alle Leute ihr Leid und ihre Verzweiflung in die Welt hinausschreien. Das Internet ist eine &#8222;qualifizierte Öffentlichkeit&#8220;. Da muss die Persönlichkeit des Einzelnen geschützt werden. &#8211; Vor allem das Persönlichkeitsrecht desjenigen, der genügend Geld hat, um einen teuren Anwalt zu bezahlen. </p>
<p>Im Fall der griechischen Steuersünder hat schon die angekündigte Drohung mit der Veröffentlichung gereicht, und etliche Betroffene haben sicherheitshalber Selbstanzeige erstattet. Die anderen können ihren vollen Namen im Netz lesen. Und das ist keine Ehrenbeleidigung!</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmecks.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmecks.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmecks.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmecks.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmecks.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmecks.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmecks.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmecks.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmecks.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmecks.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmecks.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmecks.wordpress.com/190/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmecks.wordpress.com/190/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmecks.wordpress.com/190/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=190&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Wer Recht hat, soll Recht bekommen</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 19:37:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schmecks</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Maria Windhager]]></category>
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		<description><![CDATA[Willkür liegt nicht nur dann vor, wenn eine Behörde absichtlich rechtswidrig handelt, sondern auch dann, wenn sie &#8222;leichtfertig&#8220; entscheidet &#8211; etwa &#8222;sich dem Gesetz gegenüber völlig gleichgültig&#8220; verhält.  Zitat: VfSlg.4480, 6155, zitiert in: Juridikum 2/97, Maria Windhager: &#8222;Wer Recht hat, soll Recht bekommen&#8220;. Meine Computer-Freundin hat mich gebeten, den nachfolgenden offenen Brief auf meinen blog zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=184&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em><span style="color:#800000;"><strong><span style="text-decoration:underline;"><span style="text-decoration:underline;">Willkür liegt nicht nur dann vor, wenn eine Behörde absichtlich rechtswidrig handelt, sondern auch dann, wenn sie &#8222;leichtfertig&#8220; entscheidet &#8211; etwa &#8222;sich dem Gesetz gegenüber völlig gleichgültig&#8220; verhält. </span></span></strong></span></em></p>
<p><span style="color:#000000;">Zitat: VfSlg.4480, 6155, zitiert in: Juridikum 2/97, Maria Windhager: &#8222;Wer Recht hat, soll Recht bekommen&#8220;.</span></p></blockquote>
<p><span style="color:#000000;">Meine Computer-Freundin hat mich gebeten, den nachfolgenden offenen Brief auf meinen blog zu stellen, weil es ihr gerichtlich untersagt worden ist, auf ihren eigenen blog ihre Meinung zu sagen. Hier ist dieser Brief:</span></p>
<p>Sehr geehrter Herr L.</p>
<p>Sie brauchen sich nicht angesprochen zu fühlen. L – das kann vieles bedeuten. Das kann Ihr abgekürzter Name sein. Das kann aber auch Lump oder Lügner bedeuten. Oder etwas ganz anderes. Denn mit „L“ fangen viele Worte oder Namen an.  Bei der Variante „Lump“ oder „Lügner“ würde ich vorschlagen, wir lassen die Anrede „Herr“ weg. Denn „Herr Lump“ oder „Herr Lügner“ – das würde doch etwas seltsam klingen. Mindestens ebenso seltsam wie der Grund dafür, warum  ich Ihnen diesen Brief schreibe.</p>
<p>Sie haben mir durch Ihren famosen Anwalt untersagen lassen, Sie weiter mit meinen verbalen Angriffen auf meinem blog zu belästigen und mir gleichzeitig die Kosten für diese Attacke auf die Meinungsfreiheit aufbrummen lassen: 2.500 Euro, gepfändet von meiner kleinen Pension. Das ist für mich zwar sehr viel, doch gemessen an dem Erfolg war Ihr Anwalt das viele schöne Geld zweifellos wert.</p>
<p>Mein Gratis-Anwalt, den ich als mittellose Pensionistin beigestellt bekommen habe, hat sich von seinem hoch bezahlten Kollegen übertölpen lassen. Jetzt habe ich etwa ein Jahr lang Gelegenheit, Tag für Tag ganz innig an Sie zu denken, denn ich werde bis aufs Existenzminimum gepfändet, um diese stolze Summe samt Zins und Zinseszins und Exekutionskosten an Sie abzustottern.</p>
<p>Ich hoffe sehr, die Weihnachtsgans schmeckt Ihnen und Ihren Lieben  im trauten Heim in der herrschaftlichen Villa. Dieser lieben Familie konnten Sie doch wahrlich nicht zumuten, zu erfahren, dass der Herr Papa bei der Polizei als Beschuldigter zur Einvernahme vorgeladen wurde. Deshalb haben Sie auch sofort den teuren Rechtsvertreter eingeschaltet! Der muss das regeln. Aber sofort, bitte!</p>
<p>Wer ist denn diese Person, die es wagt, einen rechtschaffenen Bürger und braven Steuerzahler „anzuschwärzen“! Und dann ist diese Frau noch so unverschämt, Ihnen via Internet einen offenen Brief zu schreiben! Oh Gott! Wenn das die lieben Kleinen lesen! Die sind ja dauernd online. „Papa, stimmt das, du hast jemand beinahe ins Jenseits befördert?“ Schlau wie die sind, könnten sie sich selbst bei abgekürzten Namen ihren Reim darauf machen!</p>
<p>Es ist Ihren Kindern doch sicher nicht entgangen, dass ihr armer Papa knall und fall sein teures Auto reparieren lassen musste. Dass er damals wieder heimkam statt wegzufliegen. Und vor allem die Laune, die er hatte! Na zum Glück hat die Kasko-Versicherung bezahlt und niemand hat unangenehme Fragen gestellt. Schwamm drüber! Und dann kommt die Alte daher und macht sich wichtig!</p>
<p>Hat die wirklich geglaubt, mit ihren  überkommenen Moralvorstellungen etwas zu erreichen? Der tüchtige Anwalt hat das ganz richtig ausgeführt: Sie hat ein „entwickeltes Rechtsverständnis“ und will sich nicht damit abfinden, dass sie leer ausgeht. Statt dass sie froh und glücklich ist, dass sie noch lebt! Der Unfall hätte doch wirklich ganz anders ausgehen können! Mensch, wie die Zeit vergeht! Das ist auch schon wieder ein Jahr her. Letzte Weihnachten&#8230;</p>
<p><span style="color:#333333;">Eine Strafanzeige wegen Gefährdung? Das ist doch lächerlich, sagen Sie sich.<ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T10:58"> Auf der Autobahn überholen doch alle auf dem Pannenstreifen. Was soll man denn sonst tun, wenn eine so stark frequentierte Straße wie die Flughafenautobahn nur </ins><span style="text-decoration:underline;">zwei Richtungsfahrbahnen hat!</span><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T10:58"> </ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T10:59">Bei dem Verkehr! Höchste Zeit, dass </ins><span style="text-decoration:underline;">das</span> <ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T10:59">endlich ausgebaut wird! Und außerdem war sie selber schuld, w</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:00">as gammelt sie mit ihrer Rostlaube mi</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:01">r</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:00"> vor der Nase herum</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:01">! Bei dem Sauwetter</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:01">, da habe ich sie wirklich nicht gesehen. Gut, ja, ich</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:01"> gebe zu, ich habe</ins><span style="text-decoration:underline;"> mit der Airline</span><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:01"> telefoniert. </ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:02">Zum Glück hatte die Maschine Verspätung, und ich hätte sie noch kriegen können! Und ausgerechnet da </ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:03">–</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:02"> </ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:03">Peng! Das war wirklich Pech</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:03">.</ins></span></p>
<p><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:03">Jedes Ding hat zwei Seiten. Ein und derselbe </ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:04">Unfall, und jeder sieht es anders.</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:05"> Ja, ich kann Ihren Standpunkt verstehen, lieber eiliger Zeitgenosse. Ich verstehe natürlich auch, dass Sie ein wichtiger Mensch sind, der dringend zu seinem Geschäftspartner fliegen musste. Aber eines verstehe ich nicht:</ins><ins cite="mailto:Pühringer" datetime="2011-12-07T11:06"> Warum stehen Sie nicht zu Ihrer Verantwortung? </ins>Es ist zum Glück nur ein Versicherungsfall, und für solche Fälle hat man ja die Haftpflichtversicherung.</p>
<p>Ach so, ja stimmt! Sie hatten eine bessere Lösung: Einen Zeugen. Das war zwar zuerst mein Zeuge, doch plötzlich hat er seine Meinung geändert. Verstehe! Hauptsache, es hat genützt. Schließlich sind auch Richter und Staatsanwälte Autofahrer. Der tüchtige Anwalt musste ihnen nur klar machen, dass Sie armer Mensch völlig zu Unrecht beschuldigt werden.</p>
<p>Wer ist da das Opfer!  Eine alte Frau? Die muss gar nicht gehört werden, „da sie ihren subjektiven Eindruck von dem Unfallgeschehen bereits im Ermittlungsverfahren dargelegt hat.“  Eingestellt. Basta! Frau am Steuer – ein richtiger Mann weiß Bescheid. Und alt ist sie auch noch. Alles klar. Und das lautstarke Jammern im Internet, das stellen wir ihr auch noch ab. Das ist eine Ehrenbeleidigung und eine Geschäftsstörung.</p>
<p>Urteil ist Urteil. Gerechtfertigt oder nicht, das steht nicht mehr zur Diskussion. Erledigt. Was liegt das pickt – nicht nur beim Schnapsen. Was nicht heißen soll, dass sich irgendwer irgendetwas ausgeschnapst hat! Willkür? Ich habe mich im Internet schlau gemacht. Und da habe ich einen ganz bemerkenswerten Artikel in einer juristischen Publikation gefunden:</p>
<p><span style="color:#800000;"><em><strong>&lt;&lt;Willkür liegt nicht nur dann vor, wenn eine Behörde absichtlich rechtswidrig handelt, sondern auch dann, wenn sie „leichtfertig“ entscheidet – etwa „sich dem Gesetz gegenüber völlig gleichgültig“ verhält.&gt;</strong><strong>&gt;</strong></em></span></p>
<p>VfSlg.4480, 6155, zitiert in: Juridikum 2/97, Maria Windhager: „Wer Recht hat, soll Recht bekommen“.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmecks.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmecks.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmecks.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmecks.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmecks.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmecks.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmecks.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmecks.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmecks.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmecks.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmecks.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmecks.wordpress.com/184/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmecks.wordpress.com/184/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmecks.wordpress.com/184/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=184&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ganz normale Niedertracht?</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 11:49:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schmecks</dc:creator>
				<category><![CDATA[aktuell]]></category>
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		<category><![CDATA[blog und Klage]]></category>
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		<description><![CDATA[&#160; „An vieles denken anständige Menschen nicht, weil sie sich ein solches Maß von Niedertracht nicht vorstellen können!“ Die alte Dame war sehr verzweifelt als sie mir diese Geschichte erzählte. Wir haben uns vor einem knappen Jahr kennengelernt, als ich ihr dabei half, ihren PC wieder zum Laufen zu bringen. Eine Virusattacke hatte ihn außer [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=177&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>„An vieles denken anständige Menschen nicht, weil sie sich ein solches Maß von Niedertracht nicht vorstellen können!“ Die alte Dame war sehr verzweifelt als sie mir diese Geschichte erzählte.</em></strong></p>
<p>Wir haben uns vor einem knappen Jahr kennengelernt, als ich ihr dabei half, ihren PC wieder zum Laufen zu bringen. Eine Virusattacke hatte ihn außer Gefecht gesetzt, offenbar passiert beim Blogschreiben. Plötzlich erhielt sie die Fehlermeldung: „Achtung  Identitätsdiebstahl!“ Und dann ging gar nichts mehr.</p>
<p>70 Jahre und ein blog? Alles kann man lernen, wenn man es will. Und sie wollte. Sie schreibt über alles, was sie bewegt. Über ihre Katze, ihren Hund, ihre Blumen, die Gartenarbeit – genauso wie über ihre Erinnerungen und über die Tagespolitik, wie sie Zeitung, Radio und Fernsehen frei Haus liefern. Sie engagiert sich, kommentiert, was ihr gefällt und vor allem, was ihr nicht gefällt.</p>
<p>Sie hat neben ihrem  blog noch einen facebook-account, erledigt ihre Bankgeschäfte per Computer, bestellt sich Bücher im Netz, und im Nu hatte sie eine ganze Menge Freunde aus der ganzen Welt. Das Internet und seine Möglichkeiten sind für Ältere genauso faszinierend wie für die Jungen, wenn man einmal dahinter kommt, wie das geht. Alles keine Hexerei.</p>
<p>Und jetzt soll das alles aus und vorbei sein? Der Grund der Verzweiflung:  Eine Ehrenbeleidigungsklage, ein Versäumnisurteil, eine Exekutionsklage. 2.500 Euro, weggepfändet von einer schmalen Pension, die gerade fürs Leben reicht. Eine alte Frau versteht die Welt nicht mehr.</p>
<p>Die Vorgeschichte ist banal. Ein Stück ganz normaler Alltag, wie es jedem von uns schon passiert ist. Unsere blog-Freundin ist in einen Verkehrsunfall verwickelt worden und dabei an einen Unfallgegner geraten, der nichts unversucht lässt, sich von seiner Verantwortung zu drücken. Als die alte Dame merkte, dass sie dabei übrig blieb, machte sie ihrem Ärger in ihrem blog Luft.</p>
<p>Da passierte die Sache mit dem Systemabsturz. Schon ein seltsamer zeitlicher Zusammenhang. Gemeinsam haben wir versucht, zu rekonstruieren, wie das passiert sein könnte. Der deutsche blog-Betreiber bietet seiner Community einen sehr praktischen mail-Service: Wenn jemand einen blog-Eintrag kommentiert, erhält der blog-Inhaber ein mail. Man braucht es bloß anklicken und landet automatisch bei dem neuen Eintrag. Besonders nützlich ist diese Dienstleistung, wenn zu älteren blog-Einträgen Kommentare kommen, denn die würde man sonst gar nicht bemerken.</p>
<p>„Ich habe mich echt gewundert, dass es jemand gibt, der einen derart alten Beitrag von mir kommentiert,“ erzählt meine blog-Omi. Sie hatte damals über eine Wiener Festwochen-Inszenierung geschrieben, die es ihr angetan hat. Wie gern hätte sie das Stück selbst gesehen, aber Festwochen-Karten sind für eine kleine Pensionisten unerschwinglich. Also begnügte sie sich mit der ausführlichen Zeitungskritik darüber und bloggte ihre Meinung dazu.</p>
<p>Natürlich ist sie geschmeichelt, dass jemand ein dreiviertel Jahr später darauf zurückkommt. Sie klickt das Verständigungsmail an und freut sich schon auf eine spannende Diskussion mit einem neuen Gast auf ihrem blog.  Die Enttäuschung war allerdings groß, denn der Kommentar war nur ein kurzes und belangloses blabla.</p>
<p>Als wir den PC wieder zum Laufen gebracht hatten, will sie mir diesen Kommentar zeigen, doch es gibt ihn nicht mehr. „Das ist doch nicht möglich! Ich bin mir völlig sicher!“ Die Möglichkeit, dass sie sich geirrt haben könnte, weist  sie energisch zurück. Das automatisch zugesandte Verständigungsmail des blog-Betreibers ist längst gelöscht.</p>
<p>„Ich würde niemals ein mail öffnen, wenn ich den Absender nicht kenne!“ beteuert die Senior-Bloggerin. Sie kennt die Spielregeln. Aber bei diesen Kundendienst-Verständigungen hat sie sich nichts Böses gedacht. Doch genau das muss die Einflugschneise für die Virusattacke gewesen sein. Jetzt ist alles klar. Weg damit.</p>
<p>Wie zur Bestätigung dieser Überlegung kommt just in diesem Moment, als wir beide vor dem Bildschirm sitzen und den blog durchchecken, wieder so eine Verständigung, dass ein alter blog-Beitrag kommentiert worden sei. Wer immer dahintersteckt, diesmal hat er sich vergeblich bemüht: Wir haben diese Service-Funktion sofort deaktiviert.</p>
<p>Alles in Ordnung? Mitnichten! Ein Anwalt verlangt, den blog sofort zu löschen, weil sein Klient sich dadurch beleidigt fühlt. Erraten: Der beleidigte Klient ist der seinerzeitige Unfallgegner der Bloggerin.  Was bildet sich der Kerl eigentlich ein! Zuerst verschuldet er einen Unfall und lügt dass sich die Balken biegen und dann regt er sich darüber auf, dass sich der andere wehrt.</p>
<p>Die Bloggerin entschuldigt sich schriftlich. Sie will keinen Ärger, sondern nur das Geld von der Haftpflichtversicherung, das ihr zusteht. Nur darum hat sie diesen blog geschrieben. Einen offenen Brief im weltweiten Netz, um den Täter ins Gewissen zu reden. Der Name war zwar abgekürzt, aber der Kerl muss sich trotzdem betroffen gefühlt haben. Ab zum Anwalt. Klagen. Das kann er. Und das nötige Kleingeld dafür hat er auch. Publikationen im Internet, das bedeutet eine „qualifizierte Öffentlichkeit“. Paaaaaaast! Schuldig! Rein formal. Was dahinter steckt, zählt nicht.</p>
<p>Der Versicherungsfall ist noch immer nicht geklärt, wohl aber die angebliche „Ehrenbeleidigung“. Und ich als Zaungast der blöden Geschichte frage mich: Wie ist so was möglich? Ist das ein schlechter Witz? – Nein, es ist wahr. Leider.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Telefonterrror</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 10:10:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schmecks</dc:creator>
				<category><![CDATA[aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Freunde]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Lotto]]></category>
		<category><![CDATA[Telefonkeiler]]></category>
		<category><![CDATA[Telefonterror]]></category>
		<category><![CDATA[Verträge am Telefon]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Telefonkeiler werden immer frecher und ihre Tricks immer gemeiner. Sie suchen sich gezielt alte Menschen aus, um sie zu überrumpeln. Diese berührende Geschichte habe ich vor einiger Zeit im Netz entdeckt und kopiert: „Haben Sie Lotto gespielt?“ fragt die freundliche Stimme am anderen Ende der Leitung. Und es klingt weniger wie eine Frage, sondern eher [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=173&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Die Telefonkeiler werden immer frecher und ihre Tricks immer gemeiner. Sie suchen sich gezielt alte Menschen aus, um sie zu überrumpeln. Diese berührende Geschichte habe ich vor einiger Zeit im Netz entdeckt und kopiert:</strong></em></p>
<blockquote><p><strong><em> </em></strong>„Haben Sie Lotto gespielt?“ fragt die freundliche Stimme am anderen Ende der Leitung. Und es klingt weniger wie eine Frage, sondern eher wie eine  sachliche Feststellung. Aha, wieder Eine.</p>
<p>„Ja!“ antworte ich ehrlich. Es ist mir peinlich. Ich muss zugeben, ich bin in eine Falle getappt. Da muss ich jetzt wieder raus. Ein Vertrag mit einer deutschen Gesellschaft, zufällig zustande gekommen durch ein Telefongespräch. Aber ich habe diesen seltsamen Vertrag schriftlich gekündigt. Nur an meinem Konto bedienen sich die feinen Herrschaften noch immer.</p>
<p>Aber ein Gutes hat sie Sache trotzdem: Ich greife zum Telefon und rufe meine Bank an. Die sollen das zurückbuchen. Ich überwinde mich und tu es. Telefonieren ist mein Angstgegner. Aber es muss sein. Ich kann das nicht einfach hinnehmen, dass diese Geschäftemacher mein Konto als Selbstbedienungsladen betrachten. Also überwinde ich meine Angst vorm  Telefonieren.</p>
<p>Am Telefon, da wirkt sich mein Gebrechen besonders schlimm aus. Die geringste Aufregung, der kleinste emotionale Druck, und mein kläglicher kleiner Stimmrest ist weg. Nichts geht mehr. Nur mehr ein hilfloses, heiseres Krächzen. Der Rest des „Gespräches“  ist vorprogrammiert. Es folgen Sätze wie „Was wollen Sie? Reden Sie deutlicher, ich kann Sie nicht verstehen.“  Würde ich ja gerne, aber es geht nicht.</p>
<p>Die Bankdame ist freundlich. „Regen Sie sich doch nicht so auf. Sie sind weder die Erste noch die Einzige.“  Leise reden, ganz leise, rede ich mir selbst  gut zu. Flüstern, dann geht es am ehesten. „Können Sie mich hören?“ hauche ich ins Telefon.</p>
<p>„Ja, natürlich!“ kommt die Antwort „Sie haben aber eine ordentliche Erkältung erwischt!“ Ja, natürlich. Das ist es. Eine Erkältung. Die verpfuschte Operation in dem kleinen Provinzspital, das geht keinen etwas an. Ich bin für alle Zukunft ein Krüppel. Das ist meine Privatangelegenheit.</p>
<p>Alles kein Problem. Der strittige Betrag wird rückgebucht und der Täter gesperrt. Die Firma hat in Hinkunft keinen Zugriff mehr auf mein Konto. Erledigt. Vergiss es.</p>
<p>Und das ist die Vorgeschichte: Das ist jetzt drei Jahre her. Da kam dieser verhängnisvolle Anruf, der mich aus meiner beschaulichen Ruhe aufscheuchte. Die Tage plätscherten vorbei. Ruhig. Ereignislos. Mir geht’s doch gut, sagte ich mir. Ein echtes Pensionistendasein. Gesteuert von Radio und Fernsehen. Nur manchmal, da war es schlimm. Da kam es mir zum Bewusstsein, dass das Leben vorbei ist. Es war schön, es war bunt, aber es ist vorüber. Endgültig. Nichts passiert mehr, das wert wäre, erwähnt zu werden. Bis zu diesem fatalen Anruf.</p>
<p>Eine fröhliche frische Stimme. Sie zerreist das graue Einerlei des Herbsttages. Der Wortschwall kommt aus Deutschland, nicht zu überhören. Doch sonst verstehe ich nichts von dem Geschnatter. Ich versuche, das  Telefonmädchen einzubremsen. Sie lacht. „Ja, ich weiß. Mein Akzent!“ Ihre Munterkeit tut mir gut.</p>
<p>Sie bezieht sich auf einen bekannten deutschen Fernsehmoderator. Stimmt, dem habe ich einmal geschrieben. Er hat medienwirksam nach Themen gesucht. Könnte ich nicht? Sollte ich nicht? Das wär‘ doch was! Ist das nicht das berühmte kleine Licht am Horizont? Du musst nur dran glauben!</p>
<p>Irgendwann kam von dem Sender ein Brief. Ein Vordruck: Es hat uns sehr gefreut. Leider. Na immerhin etwas. In Österreich wäre die Antwort wahrscheinlich „schmecks!“ gewesen. Und jetzt ruft das Mädchen an! Plötzlich habe ich das Gefühl, ich lebe wieder. Wenn sie wüsste, wie gut mir das tut. Da ist wieder ein Mensch, der sich für Dich interessiert.</p>
<p>Als ich den Irrtum merke, zapple ich bereits ihn ihrem Netz. Ich hätte ihr genauso ein Zeitungsabo abgekauft wie eine Reise zum Mond gebucht. Nein, weder noch. Die freundliche Stimme am Telefon bietet mir an, Lotto zu spielen. Warum nicht, denke ich mir. Ein Lottogewinn, das wäre schön! Gib dem Glück eine Chance. Wenn Du nicht mitspielst, kannst Du auch nicht gewinnen.</p>
<p>Es wäre hinterher leicht, zu sagen, die Stimme hätte mir einen Gewinn versprochen und man bräuchte nur meine Konto-Nummer, um mir die Summe zu überweisen. Nein, so war das nicht. Ich habe ganz bewusst am Telefon einen Vertrag abgeschlossen und meine Bankverbindung bekannt gegeben. Die Bestätigung würde schriftlich kommen.</p>
<p>Nichts kam. Ich strich die freundliche Stimme aus meiner Erinnerung. Rückblickend war es wie ein Irrlicht in meinem grauen Einerlei. Habe ich mich wirklich eine Viertel Stunde lang mit einer wildfremden Frau am Telefon unterhalten? Und sie hat mich problemlos verstanden. Ohne das ebenso gefürchtete wie vertraute „Was wollen Sie! Sprechen Sie deutlicher! Ich kann Sie nicht hören!“ Ein ganz normales Telefongespräch unter ganz normalen Leuten. Ein Telefongespräch eben, wie Hundertausende am Tag auf der ganzen Welt.</p>
<p>Meine Bankgeschäfte laufen über den Computer. Das ist praktisch und einfach. Viel ist es ohnehin nicht mehr. Die laufenden Zahlungen sind Daueraufträge, einiges wird über die Kreditkarte abgebucht, ab und zu zahle ich etwas mit der Bankomat-Karte. Alles leicht überschaubar. Da fällt ein ungewöhnlicher Betrag sofort auf.</p>
<p>Da! Die deutsche Lottogesellschaft! Also ist der Vertrag doch zustande gekommen! Ich weiß zwar weder eine Losnummer, noch kenne ich die genauen Bedingungen des Spiels, aber ich habe bereits vollautomatisch meinen monatlichen Beitrag geleistet.</p>
<p>Was mich dabei irritiert: Ich habe nichts Schriftliches in der Hand. Ich habe nichts unterschrieben. Wieso können die von meinem Konto etwas abbuchen? Einfach so? Ich mache mich im Internet schlau. Ein deutsches Diskussionsforum. Ja, das ist möglich, werde ich belehrt. Es genügt, die Konto-Nummer zu kennen. Und die habe ich ja freiwillig bekannt gegeben.</p>
<p>Der Vertrag mit der deutschen Lotto-Gesellschaft sollte ein halbes Jahr laufen. Nach drei Monaten habe ich ihn schriftlich gekündigt. Besser lieber rechtzeitig. Wer weiß, wie lang die Kündigungszeit ist. Das kann mitunter drei Monate sein. Die Antwort darauf war eine Gewinnverständigung. Super. 50 Euro habe ich gewonnen. Die freundliche Firma hat das Geld sofort wieder in ein neues Los investiert. Ist der Vertrag jetzt verlängert worden?</p>
<p>Ein Monat vor Vertragsende schreibe ich nochmals. Keine Antwort. Nur der monatliche Obolus für das Spiel wird brav von meinem Konto abgebucht. Jetzt ist keine freundliche Stimme am Telefon mehr da.</p>
<p>Ich lasse den Betrag rückbuchen. Ein halbes Jahr war ausgemacht. Jetzt ist Schluss! Noch ein letzter Brief. Die Drohung mit dem Konsumentenschutz nützt. Endlich eine Antwort: Man könne gar nicht verstehen, warum ich mich so aufrege. Es sei doch alles nur zu meinem Besten. Und warum ich auf meine große Chance im Leben verzichten wollte.</p>
<p>Das war mein Lotto Abenteuer. Ich habe dabei nicht nur einmal 50 Euro gewonnen, sondern als Draufgabe noch eine wesentliche Erkenntnis: Das Leben ist immer das, was man daraus macht.  Und wenn die grauen Nebel wieder aufzusteigen drohen, dann denke ich an die fröhliche Stimme, die mich seinerzeit aufgefangen hat.  Gerade im richtigen Moment, bevor ich ganz tief in das schwarze Loch hineingeplumpst bin.</p>
<p>Vergiss es? Geht nicht. Die Sache hat ein Nachspiel. Jetzt steht mein Name nämlich offenbar auf der DA-Liste. DA – das ist eine feine Umschreibung für eine peinliche Tatsache.  Der Ausdruck stammt übrigens von meiner Bankbetreuerin, die mir damals hilfreich und anonym die Hand gereicht hatte. DA &#8211; das ist die Abkürzung für „Depperte Alte“.</p>
<p>Ich habe darüber nicht Buch geführt, wie oft an manchen Tagen das Telefon klingelt.  Und auch nicht darüber, was ich bei diesen Gelegenheiten  so alles angeboten bekommen hätte. So genau will ich das gar nicht wissen. Weiblich, alt, alleinstehend. Das sind die Auswahlkriterien. Keine Ahnung, wie die Herrschaften an diese Daten herankommen. Offensichtlich wird damit ein schwungvoller Handel betrieben. Also ein gutes Geschäft.</p>
<p>Manchmal ist das lästig. Wenn mir nicht nach Reden zumute ist, gehe ich nicht ans Telefon. Viel verpasst habe ich dabei bestimmt nicht. Aber wenn mir nach Reden zumute ist, dann gehe ich dran an den Apparat. Hallo! Ist dort jemand, der sich von mir emotional ausbeuten lässt?!</p>
<p>Erzählen Sie mir, was haben Sie Schönes für mich? Vielleicht einen Staubsauger, dessen Abluft so gut ist, dass sie glatt einen Kuraufenthalt ersetzt? Oder wollen Sie meine Meinung zu einer herrlichen Schönheitscreme wissen, die Falten und Jährchen einfach wegzaubert? Nein? Sie machen eine Meinungserhebung über Essgewohnheiten? Auch gut.</p>
<p>Ich denke an die vielen Therapiesitzungen beim Logopäden. „Atmen Sie tief ein. Kurz und stoßartig ausatmen. Sprechen Sie mir nach: mamamamama…momomonmo…mimimimimi. Grade sitzen. Den Kehlkopf frei schwingen lassen. Mumumumumu…“ Alles für die Katz! Das Einzige, das Sinn macht, ist der Rat der Psychologin: „Hüten Sie sich vor schwerhörigen Menschen.“</p>
<p>Mühe, Geld und Kraft habe ich in diese Behandlungen investiert. Das Ergebnis ist dürftig. Dank der DA-Liste bekomme ich es am Telefon gratis. Und es wirkt. Kürzlich habe ich sogar laut und vernehmlich drauflos gekeift: „Jetzt lassen Sie mich doch endlich in Ruhe!“</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Alle wollen nur dein Bestes!</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 09:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schmecks</dc:creator>
				<category><![CDATA[aktuell]]></category>
		<category><![CDATA[Konvertierung von Versicherungen]]></category>
		<category><![CDATA[Versicherungsverträge]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle wollen nur dein Bestes &#8211; dein Geld. Das ist eine eiskalte Rechnung, wohlverpackt in schöne Worte.  Versicherungen nennen den Vorgang &#8222;konvertieren&#8220;: Alte Verträge werden von Zeit zu Zeit an die aktuellen Gegebenheiten angepaßt. Der Hauptzweck: Die Unternehmen wollen - neben der jährlichen Indexanpassung &#8211; mehr Geld, manchmal auch für verschlechterte Konditionen. Das kann auf zweierlei Arten geschehen. Variante [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=154&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration:underline;"><span style="color:#800000;text-decoration:underline;"><em><strong>Alle wollen nur dein Bestes &#8211; dein Geld. Das ist eine eiskalte Rechnung, wohlverpackt in schöne Worte. </strong></em></span></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Versicherungen nennen den Vorgang &#8222;konvertieren&#8220;: Alte Verträge werden von Zeit zu Zeit an die aktuellen Gegebenheiten angepaßt. Der Hauptzweck: Die Unternehmen wollen - neben der jährlichen Indexanpassung &#8211; mehr Geld, manchmal auch für verschlechterte Konditionen. Das kann auf zweierlei Arten geschehen.</span></p>
<p><strong><span style="color:#000000;"><span style="text-decoration:underline;">Variante eins:</span> </span></strong></p>
<p><span style="color:#000000;">Ein Vertreter vereinbart sich mit dem Kunden einen Termin und präsentiert das Anliegen, verpackt als &#8222;gute Tat&#8220;.  Das hört sich etwa so an: &#8222;Wir haben da ein neues Produkt, das wäre geradezu ideal für Sie. Und da Sie ein treuer Kunde unseres Hauses sind, möchten wir Sie natürlich von dieser Neuentwicklung profitieren lassen.&#8220; Wer will nicht einen Vorteil haben! Und schon sitzt du in der Falle. Ist doch lieb von denen, dass sie an mich denken! Ein Versicherungsvertreter hat eine exzellente Verkaufsschulung. Er lernt, wie man das macht, bei  den Leuten Interesse zu erwecken.</span></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"><span style="color:#000000;text-decoration:underline;">Variante zwei:</span></span></strong></p>
<p><span style="color:#000000;">Man kann dasselbe Ziel auch mit einer massiven Drohung erreichen. Das klingt dann so: &#8222;Sie haben einen alten Vertrag, da wird nicht alles an Risiken abgedeckt. Wenn Sie das nicht ändern, dann bleiben Sie im Schadensfall über.&#8220; Wenn der Kunde trotzdem nicht anbeisst, weil er weiß, dass ihm bei jeder Konvertierung eine Kostenerhöhung samt neuen Vertragsbedingungen ins Haus steht, dann kommt der Knüppel aus dem Sack. &#8222;Wenn Sie nicht zustimmen, dann wird die Versicherung den Vertrag kündigen.&#8220;</span></p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong><span style="color:#000000;text-decoration:underline;">Der Anlaßfall:</span></strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Das  ist schnell erzählt. Da hatte eine &#8222;alte, treue Versicherungsnehmerin&#8220; einen alten Vertrag einer Rechtsschutzversicherung. Dieser Vertrag war eine &#8222;Karteileiche&#8220; &#8211; sprich: Er wurde übersehen, weil die Kundin nie etwas gebraucht hatte. Dann trat der &#8222;Fall X&#8220; ein, und die Versicherung musste zahlen &#8211; das erste Mal seit 40 Jahren. Der Vertreter, der seinerzeit der Kundin die Polizze verkauft hatte, war längst im &#8222;wohlverdienten Ruhestand&#8220;. Und der Kollege, der den Altbestand an Verträgen geerbt hatte, dem ist dieser alte Vertrag nicht aufgefallen. Verständlich. Schließlich war 40 Jahre lang Funkstille.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">40 Jahre kassieren und keine Leistungen erbringen müssen &#8211; solche Kunden wünscht sich jede Versicherung. Wenn da nicht der aktuelle Versicherungsfall wäre! Und jetzt wird jenes Problem schlagend, warum normalerweise alte Verträge rechtzeitig konvertiert werden: Es gelten noch die alten Versicherungsbedingungen, die für die Kunden wesentlich günstiger waren. Doch &#8220;bei eingetretenem Schadensfall&#8220; ist es für eine Änderung zu spät. Die Versicherung muss zahlen, denn das Risiko war gedeckt.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Die &#8222;Korrektur&#8220; von alten Versicherungsbedingungen &#8211; das ist der Hauptgrund, warum alte Verträge &#8220;angepasst&#8220; werden müssen. Mit jedem Schadensfall, der eintritt, werden die Versicherungsmanager klüger. Sie lernen dazu, wie man sich vom Zahlen drücken kann. Im Klartext: Spitzenjuristen müssen sich entsprechende Klauseln ausdenken, warum man just in diesem Fall &#8222;leistungsfrei&#8220; sei. Die alten Versicherungsbedingungen waren ein paar Blätter, klar und deutlich formuliert, was Sache ist. Die neuen sind eine dicke Broschüre, für den Laien undurchschaubar. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Der &#8222;schuldige&#8220; Vertreter hat für sein &#8222;Vergehen&#8220; sicher eine aufs Dach bekommen</span><span style="color:#000000;">. Wie kann man nur einen alten Vertrag übersehen! Das wird teuer! Da hat die Versicherung im aktuellen Fall auf Grund der alten Bedingungen keine Handhabe, sich vom Zahlen zu drücken. Vertrag ist Vertrag. Aber Verträge kann man kündigen. Und das ist geschehen.</span></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"><span style="color:#000000;text-decoration:underline;">Nachspiel des Falles:  </span></span></strong></p>
<p><span style="color:#000000;">Der Vertreter muss die Scharte auswetzen. Er überprüft in der Folge alle anderen Verträge der bewussten Kundin. Wie gesagt, es ist eine treue Kundin, sie hat alle ihre Versicherungen bei diesem  Unternehmen abgeschlossen. Und die müssen jetzt alle konvertiert werden. Dafür hat der Vertreter ein schlagkräftiges Argument: &#8222;Sie wollen doch sicher nicht, dass auch diese Verträge gekündigt werden.&#8220;</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Keine Spur mehr von sorgfältig präsentieren &#8222;Vorteilen&#8220;, warum alle bestehenden Versicherungsverträge auf einmal &#8220;angepasst&#8220; werden sollten. Keine in buntes Seidenpapier gehüllte Zuckerln, weil man halt auf seine &#8222;treuen Kunden&#8220; schaut und ihnen was zukommen lässt. Nur mehr die nackte Drohung: Unterschreiben oder such dir ein anderes Versicherungsunternehmen. Nur: günstiger wird das auch nicht. Ganz im Gegenteil. Wer bei einer Versicherung &#8222;hinausfliegt&#8220;, wird von den anderen besonders kritisch geprüft. Schließlich wurde der alte Vertrag ja nicht grundlos gekündigt.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Wir alle wollen nur dein Bestes &#8211; dein Geld. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Und gnade dir Gott, du nimmst die wohlwollende Hilfestellung nicht an!</span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmecks.wordpress.com/154/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmecks.wordpress.com/154/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmecks.wordpress.com/154/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmecks.wordpress.com/154/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmecks.wordpress.com/154/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmecks.wordpress.com/154/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmecks.wordpress.com/154/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmecks.wordpress.com/154/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmecks.wordpress.com/154/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmecks.wordpress.com/154/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmecks.wordpress.com/154/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmecks.wordpress.com/154/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmecks.wordpress.com/154/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmecks.wordpress.com/154/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=154&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Schreib&#8217;s auf, Carola!</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 07:56:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schmecks</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freunde]]></category>
		<category><![CDATA[Schreib's auf Kisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich löse ein Versprechen ein, das ich mir selbst gegeben habe, als ich völlig verzweifelt war. Als ich am Boden lag und nicht wusste, wie es weitergehen sollte. Was ich mir damals  versprochen habe: Ich werde alles aufschreiben, was rund um mich an ganz &#8222;normaler&#8220; Alltagskriminalität passiert. Dinge, die uns allen selbstverständlich sind, vom Tisch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=149&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich löse ein Versprechen ein, das ich mir selbst gegeben habe, als ich völlig verzweifelt war. Als ich am Boden lag und nicht wusste, wie es weitergehen sollte. Was ich mir damals  versprochen habe: Ich werde alles aufschreiben, was rund um mich an ganz &#8222;normaler&#8220; Alltagskriminalität passiert. Dinge, die uns allen selbstverständlich sind, vom Tisch gewischt mit der klassischen Bemerkung: &#8222;Da kann man nichts machen.&#8220;</p>
<p>Wenn wir alle gottergeben den Mund halten, dann kann man wirklich nichts machen. Doch gegen das Wegschauen gibt es ein literarisches Konzept aus der Vergangenheit: &#8222;Schreib&#8217;s auf, Kisch!&#8220; Daraus wird heute:<br />
<span style="text-decoration:underline;"><span style="color:#800000;text-decoration:underline;"><em><strong>Schreib&#8217;s auf, Carola!</strong></em></span></span></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/schmecks.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/schmecks.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/schmecks.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/schmecks.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/schmecks.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/schmecks.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/schmecks.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/schmecks.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/schmecks.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/schmecks.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/schmecks.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/schmecks.wordpress.com/149/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/schmecks.wordpress.com/149/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/schmecks.wordpress.com/149/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=schmecks.wordpress.com&amp;blog=2775089&amp;post=149&amp;subd=schmecks&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 17:58:38 +0000</pubDate>
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